Klassik ist für alle da!

Projekte zur musikalischen Jugendarbeit

Seit 2004 organisiert Solveig Palm mit einer wachsenden Anzahl von Schülern, kooperierenden Schulen sowie weiteren Kooperationspartnern in der Kultur ein umfangreiches Jugendbegleitprogramm zum Beethovenfest. Von Jahr zu Jahr werden die Formate inhaltlich weiterentwickelt, und quantitativ ausgedehnt - in dem Maße, wie sich jährlich auch die Zahl der Mitwirkenden erhöht. Zuletzt - im Jahr 2008 nahmen ca. 3000 Kinder und Jugendliche aus Bonn und Umgebung aktiv an den Programmen teil.

Die Programmstruktur:

Quantität und Qualität: Die Veranstaltungsformen und -Inhalte im Netzwerk "Ludwig van B." sollen einerseits die enorme quantitative Ausbreitung jugendlicher Musizierkultur in Bonn und Umgebung abbilden, andererseits aber auch den besonderen Talenten ein angemessenes Podium und Anreize zur Weiterentwicklung bieten.

Themenvielfalt:
Von Schülern selbst entwickelte Themen stehen neben verabredeten Schwerpunktprojekten.

Breite und Spitze:
Die Verbindung von beidem ist möglich: Es gibt Großprojekte, die mehrere hundert Musizierende präsentieren, aber auch intime Veranstaltungsformen, die versuchen speziellen Interessen gerecht zu werden.
Workshops und Meisterkurse wenden sich teils an Hochbegabte, teils auch an jedermann.
Neben dem Schwerpunkt Klassik finden auch Unterhaltungsmusik und Pop Berücksichtigung.
In speziellen Veranstaltungsformen können Anfänger mit Stolz neben den regionalen Spitzentalenten bestehen.


Multikulti: Ein hoher Anteil der Mitwirkenden kommt übrigens aus binationalen oder Migrantenfamilien - und die Meisten bringen ein hohes Bewusstsein über die Bedeutung der abendländischen Kulturtradition mit.

Die Formate werden ständig weiterentwickelt und nach Interesse, Möglichkeiten und Zielsetzungen optimiert.


Jährlich mehrere tausend mitwirkende junge Menschen
und eine Zuschauerauslastung von annähernd 100 %



Die Programmformate sind u.a.:

1. "Bühne frei für Beethoven"
ist das Eröffnungsfest des Beethovenfestes mit jeweils 6 - 8 Bühnen in der Bonner Innenstadt und in den Bezirken (bisher Bad Godesberg und Beuel), bei dem seit 2004 alljährlich eine wachsende Zahl vieler hundert Schülerinnen und Schüler in großen und kleinen Musik-Ensembles die Bonner Öffentlichkeit auf den Beginn des Beethovenfestes aufmerksam machen. Im Jahr 2008 haben allein bei dieser Veranstaltung über 1000 Schüler musiziert. An einem Tag werden hier 30-40 Stunden Musik von Klassik bis Jazz und Pop präsentiert. Solveig Palm organisiert in Kooperation mit ca. 100 Musiklehrern aus den Schulen und der Musikschule das Programm im Auftrag des Beethovenfestes. Hauptsponsor des großen Open Air-Festes ist die Deutsche Post AG.


2. Junge Bühne in der Posttower-Lounge
Zu den meistgefragten Veranstaltungen in der eleganten Posttower-Lounge während des Beethovenfestes gehört die jeweils mittwochs stattfindende Reihe "Junge Bühne" mit jungen Solisten und Kammermusikensembles aus Bonn und Umgebung.


3. Musiktheater-Projekte
Um das Verhältnis von Sprache und Musik, Rationalität und Gefühl geht es immer, wenn berühmte Musiker und Schriftsteller in den Musik-Theaterprojekten aufeinander treffen.In den drei bisherigen Stücken unterhielten sich verschiedene Jubilare (2005 Friedrich Schiller, 2006 Heine, Schumann, Mozart und Freud, 2007 J. v. Eichendorff) mit Ludwig van Beethoven und anderen Zeitgenossen über Musik und Literatur, die jeweils in Beispielen und Ausschnitten eingeblendet werden. In Kooperation mit dem Theater Bonn entwickelten Schülerinnen und Schüler aus bis zu 15 verschiedenen Schulen als Musiker und Darsteller jährlich ein Musik-Theaterstück, das mit der professionellen Bühnentechnik des städtischen Theaters in der Halle Beuel, aber auch im Kammermusiksaal und der Bundeskunsthalle aufgeführt wurde. Im Jahr 2008 wurde erstmalig eine veritable Oper in Angriff genommen: Mozarts "Gärtnerin aus Liebe" - präsentiert von 20 jungen Leuten, die in einem Korepetitions- und Inszenierungsmeisterkurs auf die Produktion vorbereitet wurden. Das Stück wurde bisher insgesamt 18 mal vor durchweg begeistertem Publikum aufgeführt. Alle Vorstellungen waren ausverkauft. Im Jahr 2009 diskutierten im neuen Musiktheaterprojekt "Götterfunken" Beethoven und Schiller über Menschenwürde. Für das Jahr 2010 ist eine neue Mozart-Opernproduktion geplant.

4. Workshops und Meisterkurse:
An Laien, Anfänger und Fortgeschrittene richten sich verschiedene Workshops, die in Kooperation mit dem Beethovenfest oder der Musikschule Bonn angeboten werden: herausragende Künstler und Pädagogen geben Meisterstunden, Kurse und Wochenendworkshops für einzelne Teilnehmer, mehrere Ensembles, ganze Orchester oder auch für größere Gruppen von Einzelteilnehmern. Einige Workshops richten sich an alle jungen Menschen (auch ohne Musiziererfahrung), die Lust haben, an einem musikalischen Programm mitzuwirken, oder in bestimmte Werke eingeführt zu werden.


5. "Klangbilder“
Der Dialog zwischen Musik und bildender Kunst steht im Mittelpunkt bei diesem Veranstaltungsformat, bei dem eine große Zahl junger Musiker in ein Museum eingeladen wird.


6. Gespräche und Gesprächskonzerte
Schüler kommen in Konzertsäle oder Künstler in die Schule. Hier gehts einmal um Erläuterungen und Hintergründe zur Musik, aber auch um Künstlerbiografien und Lebenshaltungen zur Musik.


7. Jazz-Time
In verschiedenen Veranstaltungen präsentieren Schüler-Bigbands ihr Können.


8. Kammermusik
Im Kulturzentrum Hardtberg haben junge Solisten und Ensembles Gelegenheit ihre erarbeiteten Programme in Werkstattkonzerten zu erproben


9. Werkstatt
Das Kulturzentrum Hardtberg bietet jungen Menschen das ganze Jahr über Gelegenheit, ihre Programmbeiträge zum Beethovenfest hier einzustudieren.


10. Wettbewerbe:
junge Menschen werden aufgefordert, zu musikalischen Schwerpunktthemen eigene Beiträge zu erarbeiten, die dann ausgezeichnet werden



ansonsten:
Begegnungsveranstaltungen mit überregionalen und internationalen Künstlern und Ensembles, Veranstaltungen zur Beethoven-Competition, Beratung zur musikalischen Programmentwicklung, Konzertvermittlung, Ensemblebildung, Texte und Moderation ... und:

Offenheit für Vorschläge von außen!



Übrigens:
Sehr viele der hier mitwirkenden Jugendlichen kommen aus Familien mit Migrationshintergrund. Und sehr viele von ihnen bringen ein starkes Bewusstsein über die Bedeutung der abendländischen Kulturtradition mit!